Die innere Reife – Ziel oder Weg?

Gerade jetzt zum Jahreswechsel finde ich das ein gutes Thema. Denn mit dem alten Jahr schließen wir etwas ab, sowohl innerlich als auch äußerlich und somit ist es auch zur Reife gelangt. Und im neuen Jahr darf wieder ein neuer Reifungsprozess beginnen. Wir lassen uns darauf ein, bewusst oder unbewusst.

Doch was ist das eigentlich – diese Reife?

Oft hören wir ja schon in unserer Jugendzeit, dass es nun langsam soweit wäre. Für was? Nun dass wir für dieses oder jenes eine innere Reife entwickeln. Doch wie soll das geschehen, wie ist das eigentlich gemeint? Mich haben solche Aussagen immer sehr unter Druck gesetzt. Da waren viele Erwartungen spürbar, die ich einfach so noch nicht erfüllen konnte und auch nicht wollte.

Ich habe gemerkt, dass das ein Fixpunkt darstellte, denn hier sollte etwas beendet sein. Reif für etwas sein und für was eigentlich genau? Etwa welche Schule für mich passt,  für die Entscheidung, welchen Beruf ich mir wähle, für eine Beziehung? Es ist ja auch so, dass wir mit dem 18. Lebensjahr erwachsen sind. Sind wir innerlich auch wirklich erwachsen – reif dafür und was genau würde das bedeuten?

Wenn ich viele Jugendliche so betrachte, wie sie sich herumquälen und mit ihren 16 oder 17 Jahren einen Beruf für sich aussuchen müssen, dann stellen sich bei mir echt die Nackenhaare. Hier ist noch die Reifung in vollem Gange und deshalb sollte auch die Zeit dafür da sein. Es ist ein unendlich wertvoller innerer Prozess und er sollte keinesweg gewaltsam von außen abgebrochen werden.

Doch hier spielt eindeutig auch wieder die Angst vieler Menschen eine große Rolle. Das was schon immer gut funktioniert hat will man auch weiterhin beibehalten. In den Generationen vor uns hat es doch auch prima geklappt und schließlich kann man zu seinem Glück auch ein bißchen gezwungen werden – oder?

Doch ist es dann wirklich unser Glück – unser Lebensglück oder sind wir nur weitere Marionetten in Tanz des Lebens?

Mit diesem Artikel möchte ich dich einfach ein klein wenig wachrütteln. Ich möchte deine Aufmerksamkeit auf ungewöhnliche Wege lenken. Wege, die vielleicht von noch sehr wenigen beschritten werden, die aber durchaus lohnenswert sind.

Wenn du zurückblickst auf dein vergangenes Jahr 2014 und dir einmal die Frage stellst, was in dir in diesen Monaten, Wochen und Tagen reifen konnte – zu welcher Antwort kommst du dann?

Hast du dir Zeit dafür genommen, deine Träume reifen zu lassen?

Hast du dir Zeit dafür genommen, deine Kreativität reifen zu lassen?

Hast du dir Zeit dafür genommen, deine Beziehungen reifen zu lassen?

Hast du dir Zeit dafür genommen, deine Berufung reifen zu lassen?

Hast du dir Zeit dafür genommen, dein Selbstbewusstsein reifen zu lassen?

Es gibt noch so vieles mehr, was in dir reifen darf. Und ich möchte dich immer wieder dazu auffordern, dir die Zeit dafür zu schenken. Und vor allem die Wertschätzung – deine Wertschätzung. Denn das ist ein ganz wesentlicher Aspekt.

Wenn wir uns wertschätzen, dann können wir durchaus auch einen anderen Weg beschreiten, als den normalen. Dann macht es uns nichts aus, wenn wir außerhalb einer bestimmten Norm stehen. Denn dann fühlen wir tief in uns die Gewisssheit, dass wir geliebt werden. Ganz gleich welche Entscheidungen wir für unser Leben treffen.

Denn mit unserer Wertschätzung werden wir getragen und erlangen somit auch Zugang zu unseren Fähigkeiten, die wir dann zum Ausdruck bringen können. Die Trennung von Beruf oder privat darf sich auflösen. Sie darf sich immer mehr verwischen.

Wir sind einfach der kreative Ausdruck unseres göttlichen Ursprungs – unserer Essenz

Und somit verbinde ich mit der inneren Reife sowohl ein Ziel als auch einen Weg. Wir können uns immer wieder auf einen Reifungsprozess einlassen, achtsam und bewusst und damit einen neuen Weg beschreiten. Und wir können die reif gewordene Pflanze dann bestaunen, uns daran erfreuen und uns selbst darin erkennen.

Und natürlich ist dein Reifungsprozess ein ganz anderer als meiner. Und das ist auch gut so. Denn jedes Lebewesen ist einzigartig. Du darfst deinen Reifungsprozess immer wieder neu in deiner Geschwindigkeit erfahren. Denn das ist ganz wichtig. Dass wir uns Zeit lassen dürfen. Dass wir erkennen, dass wir diese Zeit auch haben. Dass wir dann erst wirklich aus der inneren Fülle schöpfen können.

Denn dort, in unserem innersten Raum, in uns ist der Ursprung für alle deine Reifungsprozesse. Dort wird jeder Same gelegt, dort darf er seine Wurzeln treiben und wird von deiner Herzensliebe genährt.

Du kannst es ganz einfach selbst beobachten wenn du noch ein wenig daran zweifelst. Fühle jetzt in dich hinein – was darf für dich im nächsten Jahr beginnen? Was ist jetzt an der Reihe? Welchen Samen möchtest du pflanzen?

Und dann nimm dir jeden Tag immer wieder einige Zeit in der Stille und genieße deinen Reifungsprozess. Deinen innerlichen Reifungsprozess. Du wirst erkennen, wie wertvoll das für dich sein darf.

Ich persönlich finde diese Zeiten und die Erfahrungen, die ich daraus mitnehme einfach wunderbar. Es bereitet mir soviel Freude, wenn ich dann immer wieder auf’s Neue erkenne, welche unerschöpfliche Fülle in mir zuhause ist. Ich bin wahrlich meine eigene Schatzkammer und der Zugang dazu führt über mein Herz und meine Seelenverbindung.

Ich glaube, dass jeder Mensch seine innere Fülle wieder erwecken kann und sie in jeden Reifungsprozess mit einbeziehen darf. Und ich würde mich freuen, wenn du das auch für dich erfahren kannst. Gerne helfe ich dir dabei 🙂

Einladung für deinen Kommentar:

Kennst du auch deine inneren Reifungsprozesse, deine Wege und Ziele? Welche hast du abgeschlossen und welche möchtest du in dein Leben holen?

Herzensgrüße

Silvia

P.S. Erwecke deine SeelenGaben – beseelt und beflügelt

2 Kommentare, sei der nächste!

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