Was ist deine Bestimmung?

Erst vor Kurzem bekam ich eine Frage zugeschickt und sie hat mich sehr berührt – hier ein Auzug davon: …wie kann ich wirklich meine Bestimmung und mein Potential leben? Auch mit wenig Geld, mit einem kranken Körper und mit Stimmungsschwankungen von zu Tode betrübt bis himmelhoch jauchzend? Ich habe schon vieles ausprobiert, doch immer bin ich nach einer Weile wieder am gleichen Punkt.

Bestimmung – was bedeutet das für DICH und wie gelangst du dahin?

Um es gleich vorneweg zu sagen, es gibt keine allgemein gültige Lösung oder Antwort dazu. Doch ich kann vielleicht aus meiner eigenen Erfahrung etwas dazu beisteuern. Wie sehr sehnen wir uns danach, unsere Bestimmung zu leben? Ich glaube, das möchte so ziemlich jeder. Zumindest von uns Menschen. Denn die Natur und die Tiere können sich darüber, Gott sei Dank, keine Gedanken machen :-)

Bestimmung verknüpfen wir auch mit Berufung. Etwas, das wir tun, das uns erfüllt, das uns aber auch genügend Geld einbringt, damit wir gut versorgt sind. Wenn wir hier die Antwort für uns finden, dann ist endlich alles gut :-) Doch soweit sind wir noch nicht, denn erst einmal müssen wir ja wissen was wir wirklich wollen.

Und da fängt das eigentliche Problem schon an. Wir denken, dass unsere Bestimmung erst noch zu uns kommen muss. Dass es etwas außerhalb von uns geben muss, das uns so sehr erfüllt, dass wir sagen können: Wow – ja das ist meine Bestimmung! Doch ist es wirklich so? Schneiden wir uns durch dieses Denken und auch Tun nicht vielmehr von unserer Fülle ab? Bringt es uns nicht immer weiter in ein Mangelempfinden?

Und wer kennt nun den Weg?

Soviele wissen anscheinend um das Geheimnis der Bestimmung und des erfüllten Lebens. Ich habe auch lange danach gesucht. Und es gab und gibt vieles in meinem Leben, das sich nach Bestimmung angefühlt hat. Doch nie habe ich ein inneres Feuer dafür empfunden. Vielleicht eine Zeitlang und dann war es wieder weg. Und das ist doch die Grundvoraussetzung. Dieses Brennen in mir – ich muss doch für etwas brennen. Wenn das alle sagen, dann muss es doch auch stimmen, oder?

Aber woher weiß dann z.B. ein Baum, dass er einfach zu einem Baum wird und nicht zu einer Tulpe oder einer Rose? Es hat ihm ja wohl keiner gesagt. Nein, er nimmt ganz selbstverständlich das Samenkorn, sein Samenkorn an, bildet daraus seine Wurzeln und wächst mit ganzer Kraft und Hingabe. So schön und so kräftig wie er nur kann. Und er zweifelt nicht eine Sekunde an seinem Wachstum und an seiner Schönheit.

Kennst du dein Samenkorn? Könnte es sein, dass genau dieses Samenkorn, dass sich in dir befindet, etwas mit deiner Bestimmung zu tun hat? Ok jetzt wären wir mal soweit, aber wie bitteschön soll ich dieses Samenkorn finden? Das habe ich mich auch gefragt, denn es fühlte sich einfach zu gut an und ich wollte meinem Samenkorn wieder nahe kommen.

  • Zuerst habe ich begonnen, mir selbst kleine Momente der Freude zu schenken. Es dürfen natürlich auch große Augenblicke sein :-) , doch es ist vor allem wichtig, dass du dir regelmäßig diese Zeit dafür nimmst. Dir die Aufmerksamkeit gibst, ohne dass danach etwas Bestimmtes geschehen oder sich verändert haben muss. Einfach weil das “Jetzt” so wunderschön sein kann und auch sein darf.
  • Ich habe darauf verzichtet, mich mit anderen Menschen und deren Bestimmung/Berufung zu vergleichen. Denn das bringt dich zu diesem Zeitpunkt nicht weiter. Es hat mich wirklich Überwindung gekostet, mich ganz auf mich zu konzentrieren, denn da draußen waren doch so viele tolle Menschen, die es geschafft hatten. Und so wollte ich doch auch sein.
  • Stell dich der Leere, die daraus entsteht. Versuch nicht sofort, alles wieder mit nützlichem Tun aufzufüllen, sondern atme erstmal durch. Die Leere erdrückt dich nicht, sie nimmt dir nichts, sondern ganz im Gegenteil, sie kann dir sehr viel schenken, wenn du es zulassen kannst. Dadurch wirst du immer freier – innerlich frei.
  • Nun hast du vielleicht viel mehr Zeit und die kannst du für dich kreativ nutzen. Tue einfach was dir in den Sinn kommt. Male, schreibe, sing, tanze, meditiere, atme – teste es aus. Erwartungsfrei – einfach Just for Fun! Spüre wie dein Körper, dein Geist und deine Seele darauf reagieren. Wann ist alles im Einklang, wann fühlst du dich am wohlsten?

Jetzt wird es sichtbar

Und für mich hat sich darin das Geheimnis offenbart, dass meine Bestimmung schon immer in mir war. Es ist meine Bestimmung hier mein Bestes zu geben, als der Mensch der ich bin. Wie auch immer ich mir ausgesucht habe, hier aufzukreuzen, sprich zu inkarnieren :-) – ich sollte mein Bestes geben. Und ich sollte mich wirklich daran erinnern, dass mir nichts fehlt. Dass ich richtig vollkommen bin.

Können wir das überhaupt mit unserem Verstand erfassen? Bei mir hat es lange gedauert und in manchen Momenten kann ich es immer noch nicht so richtig. Alle äußeren Umstände können uns nicht davon abhalten, uns wieder ganz mit unserer Quelle zu vereinen. Egal ob reich, arm, gesund, krank – im Ursprung sind wir immer gut versorgt. Da ist kein Mangel. Das erschaffen wir uns nur in unseren Vorstellungen darüber, wie etwas zu sein hat.

So – und nun nochmals zurück zu der Frage: Weißt du wofür du brennst, was dein Feuer anfacht, wofür du hier auf der Erde bist?

Es ist nicht wichtig, ob du Coach, Heiler, Immobilienmakler, Arzt, Koch, Krankenschwester, Lehrer, Schüler oder was auch immer bist. Es ist unsere Bestimmung, die Liebe zu uns selbst, ohne Wenn und Aber, zu spüren, Verletzungen zu heilen und dann genau diese Liebe in die Welt zu bringen.

Wie die Natur ihr Bestes gibt, egal ob Distel oder Rose, so sollten auch wir uns an das Wesentliche erinnern. Wie wunderbar kannst du aus deinem Inneren heraus leuchten, wenn du deiner Essenz, deiner Herzensliebe bewusst bist. Das ist deine Bestimmung und dann bist du in deinem Leben stets am richtigen Ort. Du findest deinen Weg, um dein ganzes Potential zu entfalten und zu leben und deine mitgebrachten SeelenGaben zu zeigen. Denn du gehst ihn ja bereits.

Und jetzt bist du an der Reihe – mit deinem Kommentar dazu:

Wie ist dein Zugang zum Thema Bestimmung?

Wieviel Wert legst du auf deine Umwelt  – lässt du dich dadurch beeinflussen?

Hast du deinen eigenen Frieden damit gefunden und wie lebt es sich damit?

Herzensgrüße

Silvia

 

 

 

 

2 Kommentare, sei der nächste!

  1. Ich teile Deine Einschätzung :-)
    Letztendlich ist der Sinn des Lebens das Leben und damit auch das Beste daraus zu machen, sein Bestes zu geben, Freude und Liebe zu schenken.
    Freude, bei dem, was ich tue und selbst wenn es ein Job ist, den ich nicht so sehr mag, dann doch das Beste zu geben, allein, um in den Spiegel zu schauen, und sich gut zu fühlen. Und dann mit gutem Gewissen etwas anderes suchen ;-)
    Liebe schenken, das kann der Partner, die Kinder, Katzen, Hunde, Pflanzen sein. Ohne Liebe ist das Leben einfach nur traurig und eines vergessen wir gern, die Liebe auch zu uns.

    Ich gebe zu, es ist nicht immer leicht, das zu leben, aber wenn ich das mit Freude mache, auch wenn es eine ungeliebte Tätigkeit ist, dann fühle ich mich besser anstatt mich selbst mit motzen herunterzuziehen. Und wer Liebe gibt, bekommt auch so viel wieder zurück…

    Danke für den Artikel :-)

    Liebe Grüße,
    Ivana

  2. Liebe Ivana,
    ich glaube auch, dass wir immer nach einem weiteren Sinn suchen und darüber oft das Leben vergessen. Unser Leben und natürlich unser Ja dazu. Und diese tiefe Freude. Und dann verwandelt sich auch eine ungeliebte Tätigkeit. Das habe ich bei mir schon erlebt. Es ist der Augenblick, der dann zählt. Einatmen, Liebe einatmen für mich und für mich Umwelt, und dann ist es im Augenblick nicht mehr schwer,
    sondern es ist wie es ist – ohne Bewertung. Und sehr oft richtig erfüllt, glücklich und nur schön :-)

    Herzensgrüße
    Silvia

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.