Klein oder Groß – das ist hier die Frage!

Wo machst du dich selbst noch klein? Wann fällt es dir schwer, dich und deine ganz Kraft zu spüren? Kannst du vielleicht wahrnehmen, in welchen Bereichen deines Lebens du noch nicht bereit bist, deine volle Größe einzunehmen und somit auch nach außen zu zeigen?

Inspiriert durch das Wochenmaterial von meinem laufenden Workshop “SeelenZeit für DICH” habe ich gespürt, dass dieses Thema sehr viele Menschen beschäftigt. Wir kennen alle Situationen in unserem Leben, in denen wir uns klein gemacht haben oder aber durch andere Menschen oder Bemerkungen klein gehalten wurden.

Mir fallen da z.B. schon einige Situationen aus meiner Kindheit ein, die nicht so aufbauend waren. Sowohl in der Familie als auch in der Schule bekam ich manches Mal Bemerkungen an den Kopf geworfen, die mich sehr verletzt haben. Sie haben dann dazu geführt, dass ich mich oft in mein Schneckenhaus zurückgezogen habe. Dort fühlte ich mich sicher.

Gerade in der Schule hatte ich große Probleme mich zu zeigen oder überhaupt etwas zu sagen. Mein Selbstbewusstsein war auf ein Minimum geschrumpft und ich war froh, wenn ich in Ruhe gelassen wurde. So war diese Zeit nicht sehr förderlich für meine wahre Größe bzw. ich wußte gar nicht was das denn genau sein soll.

Vielleicht kennst du das auch aus deinem eigenen Leben und fühlst eventuell immer noch diese Angst in dir, dich zu zeigen. Irgendwo auch verständlich, denn wir wollen ja schließlich nicht verletzt werden. Und blamieren wollen wir uns schon gleich gar nicht.

Doch findest du nicht, dass auch du eine zweite Chance in deinem Leben verdient hast?

Ich kam irgendwann an einen Punkt, an dem mir das Kopf einziehen und das ewige klein machen nicht mehr gereicht hat. Es hat sich nicht mehr gut und richtig angefühlt. Nein, ich habe mich wie in einem viel zu kleinen Körper wahrgenommen. Mal davon ganz abgesehen, dass ich auch nicht in der Lage war, Verantwortung für mein Leben zu übernehmen.

Doch dadurch war es auch recht langweilig und es fühlte sich irgendwie nicht wie mein eigenes Leben an. Sondern so, als ob mein Leben von anderen gelebt wird. Oft wurde ich dadurch wieder an meine Schulzeit erinnert und genau diesen Panzer wollte ich endlich abstreifen. Ich wollte frei sein und tun und lassen können, was meiner inneren Kraft entspricht.

Wir können durchaus neu wählen und uns auch neu ausrichten. Als mir das klar wurde, habe ich mich Schritt für Schritt immer mehr dafür geöffnet.

Wie das gehen soll?

  • Es bedarf deiner klaren Entscheidung dafür – dein Ja ist wichtig
  • Wahrnehmen, warum du dich klein machst oder klein halten lässt
  • Diese Situationen und Gefühle liebevoll annehmen, anschauen und wandeln
  • Verzeihen – dir und allen Beteiligten
  • Geistiges Aufrichten in deine wahre Größe

Ohne deine klare Entscheidung geht gar nichts. Jede Veränderung in deinem Leben bedarf deiner klaren Entscheidung – deinem Ja dafür. Darum ist es so wichtig, dass du wirklich dafür bereit bist. Sei deshalb ganz ehrlich zu dir. Möchtest du das wirklich oder ist es vielleicht ganz angenehm, sich klein zu fühlen und dafür auch wenig Verantwortung übernehmen zu müssen.

Dann schau liebevoll auf die Situationen und Erlebnisse in deinem Leben, die dich zu diesem Thema besonders bewegen. Du musst nicht nochmals alles durchleben und erleiden. Doch es ist wichtig zu erkennen, dass du und deine Mitspieler in diesem “Schauspiel” euch immer gegenseitig einen Spiegel zeigt.

Dann kannst du aus der Tiefe deines Seins heraus beginnen zu verstehen und das führt dich zu einem Wandel. Du kannst loslassen – wirklich loslassen und auch verzeihen. Auch dir, denn das ist auch sehr wichtig.

Und der letzte Schritt ist die geistige Aufrichtung in deine wahre Größe. Wenn du diese Kraft der Aufrichtung einmal erlebt hast, dann wirst du dich immer wieder daran erinnern. Die geistige Aufrichtung führt dich energetisch in eine Größe hinein, die weit über das Körperliche hinaus geht. Du siehst mit deinen geistigen Augen, wie du dich Wirbel für Wirbel aufrichtest, gut verwurzelt und gehalten in der Erde. Du hast also einen festen Stand, was sehr wichtig ist, damit du in deinem Leben auch ins Tun kommst. Und nach oben öffnest du dich deiner Quelle entgegen.

Wer oder was sollte dich jetzt noch klein halten?

Jetzt verstehst du bestimmt, dass es für ein erfülltes Leben, DEIN LEBEN, von großer Bedeutung ist, wie bereit du bist für eine liebevolle Beziehung. Und zwar mit dir selbst. Du darfst zu jeder Zeit spüren, dass du selbst an erster Stelle stehst und dass du dir Raum schenkst, diese Beziehung wieder wahrzunehmen. Denn aus einer ehrlichen, zutiefst liebevollen Beziehung heraus wirst du kraftvoll dein Leben gestalten. Und du bist in der Lage, zu anderen Menschen liebevolle Beziehungen aufzubauen, die euch gegenseitig bereichern.

Wenn du jetzt diesen Schritt gehen möchtest, dann ist mein Intensiv-Workshop “SeelenRaum – erfüllte Beziehungen” etwas für dich. Dort werden wir in einer kleinen Gruppe uns genau diesem Thema widmen. Willst du ein Teil dieser Gruppe sein und endlich deine inneren Grenzen öffnen? Dann bist du herzlich willkommen!

Und wenn du mir noch dazu etwas aus deinen Erfahrungen schenken möchtest, unten bei den Kommentaren – dann freue ich mich sehr :-) Wie fühlst du deine eigene Größe oder fällt es dir auch noch schwer, dich selbstbewusst zu zeigen?

Herzensgrüße

Silvia

6 Kommentare, sei der nächste!

  1. Liebe Silvia,
    dein schöner Artikel hat mir einmal mehr schmerzhaft ins Bewusstsein gebracht, dass eigentlich mein grundlegendes Lebensgefühl darin besteht, mich klein zu fühlen! Ich spürte vorhin in mich hinein, ob ich bereit bin, endlich meine Größe anzunehmen, und da kam ein deutliches Nein… Und als ich mich fragte, was für ein Seelenanteil da so laut Nein schreit, da kam die Erinnerung an eine Schlüssel-Situation in meinem Leben. Meine Mutter hat sie mir mehr als einmal erzählt, aber die GEFÜHLE, die diese Erfahrung in mir hervorgerufen hat, kann ich JETZT erst zulassen und spüren:
    Ich war noch sehr klein, nicht viel mehr als zwei Jahre alt wahrscheinlich, als ich zum ersten Mal meinen Willen erprobte und “trotzte”. Irgendetwas hatte mich geärgert und ich warf mein Lieblings-Bilderbuch auf den Boden. Mein junger Vater (ich war das erste Kind) befahl mir, es wieder aufzuheben – ich weigerte mich. Daraufhin versohlte er mir den Po…
    Heute kann ich die Ohnmacht und die Hilflosigkeit, die Verzweiflung des kleinen Mädchens deutlich in mir fühlen – es treibt mir die Tränen in die Augen! Und dieses kleine Mädchen ist immer noch da und hat aus dieser Situation den Schluss gezogen, dass es nicht groß sein darf, weil es sonst “bestraft” wird.
    Natürlich verhaut mir niemand mehr den Po, aber man könnte mich ja kritisieren… wegen meiner Bücher zum Beispiel…
    Ich lasse nun erst einmal dieses kleine Kind in mir DA sein, das hilflos und sehr wütend zugleich ist. Ich nehme es in den Arm und tröste es – wird es bereit sein, zu meiner Seele zurückzukehren? Erst wenn dieses Kind sich zu Hause und sicher fühlt, werde ich JA zu meiner wahren Größe sagen können!
    Herzlichst, Ines

    1. Liebe Ines,
      vielen Dank für dein offenes Mitteilen. Es gibt bestimmt in jedem von uns einige solche Schlüssel-Erlebnisse, die uns prägen und natürlich auch blockieren. Manchmal zeigen sich da schon noch einige heftige Gefühle. Und das ist auch klar, denn wie lange waren sie verborgen und wir hatten gar keinen Zugang zu ihnen? Doch trotzdem darf es leicht gehen, damit wir unsere Größe wieder einnehmen dürfen. Wir dürfen uns die Zeit gönnen um in unserem innersten Raum liebevoll zu heilen und uns dann Schritt für Schritt aufrichten.

      Dir ganz liebe Grüße
      Silvia

  2. Liebe Silvia,

    vielen Dank für Deinen einprägsamen Artikel. Ich finde es so spannend, da ich letzte Woche meiner Osteopathin mitteilte, ich wolle mehr Verantwortung für mich übernehmen selber aktiv werden und nicht mehr warten bis irgendjemand etwas tut, was ich mir wünsche …
    Zuerst habe ich im Außen gesucht und andere verurteilt, bis ich erkannte, dass es mein Part ist und ich mich entscheiden kann, selber etwas zu tun, statt zu warten – ein altes Muster mit dem ich mich an die Umstände im Elternhaus angepasst hatte. Ich brauche es nicht mehr und ich hoffe, dass ich es mit und mit loslassen kann um mein Leben zu Leben und meine Fähigkeiten zu entfalten.
    Unser Thema war dann auch: den Oberkörper, das Herz öffnen …

    Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und Freude bei Deiner Arbeit und alles Gute

    Barbara

    1. Wie schön deinen Kommentar zu lesen, Barbara. Genau dieses Erkennen, dass wir in uns ja alles finden und nicht mehr länger auf Reaktionen im Außen warten müssen – das ist es was uns frei werden lässt. Wirklich frei. Und dann wird das Leben lebendig und bunt.
      Ich wünsche dir viele wunderbare Momente in deiner ganzen Größe – herzliche Grüße
      Silvia

  3. Liebe Silvia, danke für Deinen ermutigenden Artikel.

    Ja das Zurückerinnern an die seelische Größe hilft mir in diesen Momenten der Unsicherheit auch sehr. Auf dieser Ebene geht es auch gar nicht um Leistung, um gut sein oder besser als der andere sein. Sondern nur ums reine SEIN und das ist so erleichternd.

    Ich frage mich auch manchmal, was habe ich jetzt davon, dass ich nicht meine ganze Größe zeige?
    Diese versteckten Vorteile zu entlarven (denn es sind ja oft nur Missverständnisse), hilft mir dann sehr. Ich kann dann oftmals drüber lächeln und sie liebevoll verabschieden.

    Alles Liebe,
    Diana

    1. Liebe Diana – es ist so schön wie du das gerade ausdrückst. Immer wenn wir uns klein oder unsicher fühlen, dann hilft uns das wahrnehmen, das atmen in diese Gefühle hinein. Und schon dürfen wir dann an den Punkt heran kommen, an dem wir uns immer mehr aufrichten.

      Vielen lieben Dank für dein Mit-Teilen
      Silvia

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