Weihnachtsgeschichten – ja so etwas gibt es noch!

Ich habe mir überlegt – nein das stimmt so auch nicht – ich habe gespürt, dass ich dir so kurz vor Weihnachten etwas ganz Besonderes schenken möchte. Und ich wusste auch ganz schnell was :-) Also ich erinnere mich noch sehr gerne an früher, an die Geschichten, dich zu Weihnachten oder bereits in der Adventszeit vorgelesen wurde. Und natürlich habe ich auch meinen Kindern diese Geschichten vorgelesen.

Das ist dann so eine ganz besondere Stimmung, die entsteht. Sehr innig, sehr friedlich und liebevoll. Und deshalb freut es mich umso mehr, dass diese Geschichte, die bereits vor mehreren Jahren entstanden ist, mit dir in dieser Zeit teilen darf. Sie trägt eine Energie in sich, die jetzt jeder wieder in sich finden darf.

Sie erinnert dich an deine innere Größe und an den Frieden, der durch jeden Einzelnen verbreitet werden kann. Sofern wir mit uns selbst im Reinen und in Frieden sind. Sofern wir mit uns selbst in der Liebe und Wertschätzung sind.

Doch jetzt will ich dich nicht mehr länger warten lassen. Lehn dich zurück und genieße einfach.

Geschichte von Tom dem kleinen Engel

Was soll ich euch erzählen – es war einmal ein sehr kleiner Engel, naja er war schon ziemlich klein. Und das machte ihm auch irgendwie zu schaffen. Er konnte darüber nicht einfach hinwegsehen – nein, er wäre sehr gerne so richtig groß gewesen. So wie die anderen Engel alle und dann, so stellte er es sich vor, ja dann würde alles sehr viel einfacher sein.

Gerade auch jetzt zur Weihnachtszeit. Ach herrje, da gab es so viele Sonderaufgaben im Himmel bei den vielen Engeln. Und er wollte doch soooooo gerne auch bei diesen Sonderaufgaben dabei sein. Aber bis er sich mit seinen kurzen Ärmchen gemeldet hatte, tja da waren die besten Aufgaben schon vergeben. Pech gehabt, dachte er mehr als einmal. Und er war schon sehr traurig darüber.

Nun geschah es eines Tages, als Tom gerade so richtig betrübt vor sich hinschaute, dass Erzengel Raphael vorbeikam. Und das geschah nun wirklich nicht alle Tage und Tom erschrak schon gewaltig, als Raphael auf einmal in seinem leuchtend grünen Gewand vor ihm stand und ihn liebevoll anschaute. Ja, Tom war es als schaute ihm Raphael direkt in sein Herz. Es wurde ihm auf einmal so warm und er fühlte sich so geborgen und verstanden ohne dass er nur ein kleines Wort gesagt hätte. Doch dafür sprach nun Raphael zu ihm:christmas-1073197_640
„Tom, ich möchte dir heute etwas mitteilen und es ist von großer Wichtigkeit. Du weißt ja es ist auf der Erde Adventszeit und die Menschen dort sind alle ziemlich im Stress und verbreiten noch in den letzten Tagen eine große Hektik anstatt sich einfach besinnlich auf Weihnachten einzustimmen. Und du weißt auch, dass wir Engel die Aufgabe haben, die Menschen immer wieder zu erinnern, was wichtig ist in ihrem Erdenleben. Und nun gibt es auf der Erde ein kleines Mädchen. Die Lisa und sie fühlt sich in diesen Tagen sehr alleine und auch durcheinander. Ihre Eltern haben sich getrennt vor wenigen Wochen und sie weiß noch gar nicht wie sie dieses Jahr Weihnachten feiern darf. Sie hat zwar, wie jedes Menschenkind, viele Wünsche, doch irgendwie überwiegt im Moment ihre Traurigkeit und sie braucht einfach dringend deine Hilfe.“
Tom musste erstmal schlucken und dann stotterte er: “Meine Hilfe – du meinst also wirklich mich, Raphael?“
„Natürlich meine ich dich. Du bist genau der richtige Engel für diese Aufgabe Tom und nun überlege nicht lange und flieg los. Hier ist ihre Adresse – Lisa wird dich erkennen.“

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Gesagt, getan – Tom machte sich voller Stolz auf den Weg. Naja so ein klein bisschen Kribbeln im Bauch war auch dabei. Das war seine allererste richtig große Aufgabe und da wollte er natürlich nicht versagen. Aber die Freude überwog und so hatte er es ziemlich eilig bei Lisa anzukommen.
Lisa hatte sich gerade den Schlafanzug angezogen und war fertig um ins Bett zu gehen. Ihre Mama hatte ihr schon eine Geschichte vorgelesen und gab ihr nun einen Gutenachtkuss und Lisa kuschelte sich in ihr warmes weiches Bett.
Tom wartete bis die Mutter die Treppe nach unten ging und dann kam er leise zu Lisa ins Zimmer. Und wirklich – es war wie Raphael gesagt hatte. Lisa sah ihn sofort und sie erschrak auch gar nicht als er da so vor ihrem Bett stand. Und das war wahrscheinlich auch der große Vorteil von Tom. Denn dadurch, dass er einfach sehr klein war, war er genau richtig für Lisa. Er hatte genau die passende Größe.

„Wer bist du denn?“ frage Lisa mit leiser Stimme und Tom antwortete: “Ich bin der kleine Engel Tom und ich bin jetzt bei dir. Weißt du, wir Engel haben immer bestimmte Aufgaben und meine Aufgabe ist es nun, hier in der Adventszeit bei dir zu sein.“

“Oh das ist schön,” meinte Lisa mit leuchtenden Augen, “denn ich fühle mich oft so alleine und wenn du da bist, dann habe ich jemand zum reden und vielleicht werden ja dann auch meine Weihnachtswünsche doch noch in Erfüllung gehen.”

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“Tja,” meinte Tom, “das mit den Wünschen ist so eine Sache. Aber darüber reden wir später, Lisa. Erzähl doch mal – warum bist du alleine und was bedrückt dich?

“Naja,” meinte Lisa, “weißt du meine Eltern, die meinen halt, dass sie jetzt nicht mehr zusammengehören und dass jeder für sich leben möchte und dass ich aber trotzdem ihr gemeinsames Kind bin und dass sie mich beide ganz arg lieb haben und all so einen Kram. Aber ich spüre halt so eine Traurigkeit und ich weiß auch, dass die beiden eigentlich ziemlich durcheinander sind. Bin ich ja auch. Und dass sie vielleicht so genau gar nicht wissen was sie nun wirklich wollen. Ach Tom und da sollen wir nun Weihnachten feiern. Weißt du auf dieses Fest habe ich mich so gefreut. Und nun ist alles ganz anders. Ja ich habe schon Wünsche, zum Beispiel für meine Puppe ein neues Kleid, oder für die Puppenstube eine Lampe oder ein schönes Buch. Doch all diese Wünsche bedeuten mir jetzt nichts mehr. Denn ich habe zwei ganz große andere Wünsche und wenn die sich erfüllen würden, ja dann wäre ich wirklich glücklich.”
Tom hörte ihr sehr aufmerksam zu und sagte erstmal gar nichts. Denn er wollte sie einfach nicht unterbrechen weil er wusste wie wichtig es war, dass sie sich aussprechen konnte und ihre geheimsten Gedanken mit ihm teilte. Ja und richtig – schon ging es weiter. Wie ein Wasserfall sprudelte es aus Lisa heraus.

“Weißt du Tom, ich habe da ja auch eine ganz tolle Idee. Im Kindergarten da haben wir aus Pappe ganz große Sterne gebastelt und dann haben wir sie golden angemalt und jedes Kind bekommt zwei Sterne. Diese Sterne werden in der Adventszeit im Kindergarten aufgehängt. Da ist ein großes blaues Tuch an einer Wand und da hängen unsere Sterne. Und nun darf man auf die Rückseite von jedem Stern einen Wunsch schreiben. Ja aber bei zwei Sternen dachte ich am Anfang, da fällt mir das ganz schön schwer, weil ich mir ja eigentlich mehrere Sachen wünsche. Naja nun habe ich dir ja aber erzählt, dass ich eigentlich nur noch zwei Wünsche habe, ich hab sie aber noch nicht auf die Sterne geschrieben. Und – du Tom – wenn die in Erfüllung gehen würden – Mensch das wäre so toll.”

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Tom sagte immer noch nichts sondern schaute Lisa einfach sehr aufmerksam an und stellte seine Engelantennen ganz auf Empfang.

Lisa hatte aber schon wieder ihren traurigen Gesichtsausdruck und meinte: “Aber weißt du Tom, eigentlich glaube ich nicht daran, dass sich diese beiden Wünsche erfüllen können. Denn dafür sind sie einfach zu groß.”

Nun konnte sich Tom aber nicht länger zurückhalten und er rief: “Ja dann sag mir doch mal deine Wünsche und dann schauen wir warum du glaubst, dass sie sich nicht verwirklichen lassen.”
“Nein,” meinte Lisa, “wenn ich die Wünsche ausspreche, dann ist sowieso alles vorbei. Und außerdem – als richtiger Engel – müsstest du eigentlich die Wünsche wissen. Auch wenn ich sie dir nicht sage. Oder stimmt das etwa nicht.”

Naja da wurde Tom ganz schön kleinlaut und er erinnerte sich daran was er in der Engelschule gelernt hatte. Ja und siehe da seine Engelantennen mussten nur noch ein bisschen in die richtige Richtung gedreht werden und er konnte die Wünsche von Lisa in seinem Herzen wahrnehmen. Und wieder wurde es ihm ganz warm und gleichzeitig wusste er auch auf einmal warum Lisa meinte, dass sich diese Wünsche nicht erfüllen konnten. Ja er konnte es tief in seinem Herzen spüren. Ein kleines Wort formte sich dort mit dem dazugehörigen Gefühl. Er kannte es nur zu gut. Denn es machte selbst ihm noch zu schaffen. Und dieses kleine Wort ja es heißt VERTRAUEN.

Als Tom das wahrnahm, da wusste er auch gleichzeitig wie er Lisa und ihren Eltern helfen konnte. Es durchflutete ihn wie eine riesige Glückswelle und er war so froh hier bei Lisa zu sein und diese Aufgabe zu haben. Mensch das war schon etwas Tolles.

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Zu Lisa sagte er nun: “Ja ich kenne deine Wünsche und soll ich dir etwas sagen, es sind auch die Wünsche deiner Eltern. Darum spürst du sie so stark und darum macht es dich auch traurig. Und nun will ich dir noch etwas sagen. Ich gebe dir nun ein Geschenk, kleine Lisa. Ein Geschenk, das du deinen Eltern weiterschenken darfst. Und wenn ihr dieses Geschenk an Weihnachten auspackt, dann – ja dann liegt der Erfüllung deiner Wünsche nichts mehr im Wege.”

Lisa sah ihn noch ein bisschen zweifelnd an aber im Grunde spürte auch sie in ihrem Herzen, dass Tom die Wahrheit sagte und dass sie ihm glauben konnte. Denn Engel lügen ja nicht. Nein auf keinen Fall. Und nun sprach Tom auch schon weiter.

“Lisa, morgen im Kindergarten, da ist es nun an der Zeit dass du deine Wünsche auf die Sterne schreibst und dann wirst du in deinem Herzen das Geschenk spüren. Ich werde immer noch hier sein bei dir. Das verspreche ich dir. Immer am Abend bin ich bei dir hier in deinem Zimmer.” Mit diesen Worten merkte Lisa wie sie nun beruhigt einschlafen konnte.

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Am nächsten Morgen hatte es Lisa ziemlich eilig in den Kindergarten zu kommen. Und ruckzuck war sie bei den Sternen und fand auch gleich einen Stift mit dem sie ihre beiden Wünschen auf die Rückseite schreiben konnte. Aber, wie groß war ihr Staunen, als sie die Sterne umdrehte. Denn da stand schon etwas geschrieben. Mit großen Augen schaute Lisa auf die Buchstaben. Ja – aber – das waren doch genau ihre Wünsche. Ganz deutlich stand auf dem einen Stern LIEBE und auf dem anderen FRIEDEN. Ja genau, jetzt wusste sie dass Tom immer bei ihr war.

Und in dem Moment spürte Lisa das Geschenk von dem Tom gesprochen hatte. Tief in ihrem Herzen spürte sie es. Ja jetzt zweifelte sie nicht mehr an der Erfüllung ihrer Wünsche, denn ein grenzenloses VERTRAUEN breitete sich in ihr aus. VERTRAUEN, das war das Geschenk. Sie konnte sich noch soviel wünschen wenn sie nicht vertrauen konnte. Und das konnte sie dank Tom jetzt und sie fühlte sich auf einmal so leicht, so freudig. Ja alles würde gut werden.

Am Abend traf sie Tom wieder und erzählte ihm vom Morgen im Kindergarten. Sie lachte schelmisch und meinte: “Jaja Tom das weißt du ja sicherlich alles schon, du kleiner Schlingel. Weißt du was, ich hab dich schon ganz arg lieb. Du bist ein toller Engel. Und weißt du, ich hab das Geschenk schon erkannt von dem du gesprochen hast. Aber wie, und das ist jetzt meine Frage an dich Tom, wie soll ich dieses Geschenk an meine Eltern weitergeben? Und das möchte ich doch so gerne.”

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Tom sah ihr ganz tief in die Augen und dann sagte er zu ihr: “Weißt du Lisa, jetzt in dieser besonderen Zeit, in dieser Adventszeit, da sind die Herzen der Menschen hier auf der Erde immer ein bisschen offener. Sie sind weicher und empfänglicher. Und wir werden dieses Geschenk wie eine Pflanze in die Herzen deiner Eltern einpflanzen und dort darf sie gedeihen. Bei liebevoller Pflege natürlich.”Und er grinste sie an.

“Bei Kindern ist das noch viel einfacher mit dem Vertrauen, meinte er. Das hast du sicherlich gemerkt. Da geht es oft schwuppdiwupp. Und bei den Erwachsenen da darf es einfach wachsen. Und wir beide, du und ich, wir wissen, dass das geschehen wird. Du weißt, dieses Vertrauen ist eigentlich immer da, nur hier unten auf der Erde habt ihr es oftmals vergessen. Und diese Pflanze darf euch wieder daran erinnern. Und dann ist es mit dem Wünschen wirklich sehr einfach. Glaube mir Lisa. Wünsche, die auf liebevolles Vertrauen basieren, diese Wünsche sind sowieso schon erfüllt.”
Ja, Lisa nickte mit dem Kopf, denn das wusste sie irgendwie noch. Es war als ob sich in ihr etwas geöffnet hätte und jetzt war alles so einfach und so klar. Sie schaute den kleinen Engel Tom sehr liebevoll an und meinte: “Du bist ein kluger Engel – also das muss ich schon sagen.”

Und damit machte sie Tom das wunderbarste Weihnachtsgeschenk. Denn nun war er sich auch ganz sicher. Es kommt auch nicht auf die Größe an, nein es ist das Herz das zählt. Das Herz und die LIEBE. Dann ist einfach alles möglich!

christmas-1073197_640Und wer weiß, vielleicht kennst du auch dieses Gefühl, dass du dich zu klein fühlst um…, zu wenig Vertrauen für… oder dass du dich einfach nach Frieden und Liebe sehnst. Ich kenne das durchaus von mir.

Doch ich weiß, wie der kleine Engel Tom, dass wir alle eine solche innere Größe haben, dass wir nicht länger zweifeln müssen. Jetzt ist die neue Zeit, die Zeit um sich mit anderen in Liebe und Frieden zu verbinden. Und jetzt ist auch die Zeit, das eigene Licht leuchten zu lassen. Die Kerzen in dieser Jahreszeit dürfen dich daran erinnern.

Einladung für deinen Kommentar:

Wie erinnerst du dich an deine innere Größe? Fällt es dir leicht, dich authentisch zu zeigen? In deiner wahren Kraft und Liebe?

Herzensgrüße, Silvia

P.S. Erwecke deine SeelenGaben – beseelt und beflügelt

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